L&G IM: Volatilster Jahresstart seit langem

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Colin Reedie, Fondsmanager des L&G Euro Corporate Bond Fund beim britischen Assetmanager Legal & General Investment Management (L&G IM)  sieht vorallem in Europa erhebliche Risiken. 

Das erste Quartal 2015 war eines der volatilsten der vergangenen Jahre, da es in sehr kurzer Zeit eine Reihe von marktbewegenden Ereignissen gegeben hat. Dazu gehören die Ergebnisse der Wahlen in Griechenland ebenso wie der starke Verfall des Ölpreises und die Ankündigung eines Anleihekaufprogramms durch die Europäische Zentralbank. Aber auch das Abrutschen der Renditen zehnjähriger Bundesanleihen auf neue historische Tiefstände und die Freigabe des Franken gegenüber dem Euro durch die Schweizer Nationalbank haben die Anleger beeindruckt. Die Unsicherheiten an den Finanzmärkten werden in den kommenden Monaten hoch bleiben, ist sich Reedie sicher. Als Folge davon müssten sich die Investoren auf weiterhin hohe Kursschwankungen einstellen.

Die schnelle Abfolge externer Impulse ist auch als ein Zeichen zunehmender Instabilität zu interpretieren, die das Geschehen an den Finanzmärkten in den kommenden Monaten prägen wird. Investoren sollten sich für die Zukunft auf Perioden signifikanter Volatilität einstellen, denn solange der Ölpreis so niedrig bleibt wie jetzt und die Europäischen Zentralbank Monat für Monat Milliarden an Liquidität in die Märkte pumpt, um dafür Anleihen zu kaufen, wird das viele Investoren dazu verleiten, sich abseits ihres sicheren Terrains zu bewegen und Risiken einzugehen, die sie sonst nicht übernehmen würden.

Fundamental gesehen haben sich zwar die Wachstumsaussichten der Eurozone durch den schwächeren Euro und die gesunkenen Energiepreise deutlich verbessert, aber auf der anderen Seite bleiben die politischen Risiken in der Region hoch, denn eine diplomatische Lösung in der Ukraine-Krise ist bislang ebenso wenig absehbar wie der Verbleib Griechenlands in der Eurozone. Dazu stehen in den kommenden Monaten in Finnland, Großbritannien und Spanien Wahlen an und es wird spannend sein zu beobachten, wie die Splitterparteien, von denen derzeit viele neue in Europa entstehen, dort abschneiden werden.

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