2012: Ein Jahr im Zeichen des globalen Klimawandels

Auch wenn der Klimawandel in diesem Jahr nicht auf den Titelseiten war, so machen die Daten doch immer wieder deutlich, dass uns in diesem Jahrhundert gefährliche Klimaveränderungen bevorstehen.

2010 war offiziell das wärmste Jahr seit Messbeginn, und nachdem es 2011 zu einer Reihe ‘klimabedingter’ Krisen gekommen ist, wird es nicht lange dauern, bis das Thema wieder in den Vordergrund rückt.

Das Vertrauen der Unternehmen, in neue Lösungen für den Klimawandel zu investieren, steigt unterdessen und wird dies auch 2012 weiter tun.

In ihrem jüngsten Bericht kam die Internationale Energiebehörde zu dem Schluss, dass ‘ein steigender Verbrauch von fossilen Energieträgern zu irreversiblen und möglicherweise katastrophalen Klimaveränderungen führen wird’.

Die Behörde warnte davor, dass der Welt nur fünf Jahre blieben, um einen massiven Klimawandel zu verhindern. Die Notwendigkeit für Regierungen und Unternehmen, die Folgen des Klimawandels zu begrenzen und abzumildern, wird 2012 daher so dringend wie eh und je sein. Vor diesem Hintergrund überprüfen wir die Aussichten für die zentralen Klimawandel-Themen.

Energieeffizienz
Prognose aus dem letzten Jahr: Positives Momentum dürfte angesichts der sehr schnellen Amortisationszeiten fortbestehen.

Besorgte Verbraucher, vorsichtige Unternehmen und klamme Regierungen haben in diesem Jahr das strukturelle Wachstum in den Energieeffizienzbranchen vorangetrieben.

Diese decken eine Reihe von Technologien ab, die zu den günstigsten Methoden zur Reduktion des Energieverbrauchs und der Kohlensauere-Emissionen zählen.

Der Trend dürfte bis in das Jahr 2012 hinein anhalten: Wegen der derzeitigen wirtschaftlichen Lage plädieren wir sehr stark für Lösungen, die nicht ausdrücklich subventioniert werden müssen und sich durch schnelle Amortisationszeiten mit hoher Transparenz auszeichnen.

Eine TV-Revolution
Innerhalb des Energieeffizienz-Themas steht die Fernsehindustrie zurzeit an der Schwelle zu einer ihrer bisher größten Veränderungen: Es wurde ein Fernseher kreiert, der dünner, leichter, qualitativ besser und um rund 50% effizienter ist.
Auf der Grundlage organischer Leuchtdioden (OLEDs) birgt die Technologie ein enormes kreatives und praktisches Potenzial, wie transparente Displays oder Bildschirme, die sich biegen, drehen und sogar aufrollen lassen. Damit lässt sich der Stromverbrauch erheblich senken, und auch der Materialverbrauch für die Herstellung ist deutlich niedriger.

OLED-Fernseher sind momentan noch nicht wettbewerbsfähig (das 11-Zoll-OLED-Modell von Sony kostet $3.500). Das Unternehmen, das als erstes die Herstellungskosten senken kann, wird jedoch einen enormen Vorteil gegenüber der Konkurrenz erlangen, überdurchschnittlich hohe Gewinne erzielen und Marktanteile hinzugewinnen. Samsung Electronics scheint mit einem 40-Zoll-OLED-Fernseher, den das Unternehmen bis 2013 oder vielleicht sogar früher wirtschaftlich marktreif machen will, das Rennen anzuführen.

 

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