Entkopellung ist ein Mythos, aber ‘Quality Growth’ in den Emerging Markets ist Realitaet, sagt Comgest

Die Entkopplung von den Industrielaendern und den Schwellenlaendern bleibt ein Mythos und die Emerging Markets koennten kurzfristig unter dem Einfluss der schwachen Entwicklung in den Industrieländern leiden.

Aber langfristig sollen Anleger überdurchschnittliche Wachstumsraten von den Schwellenlaendern erwarten.

Diese sind zwei von den wichtigsten Prognosen von der franzoesischen Fondsboutique Comgest fuer das kommende Jahr fuer Finanzmaerkte.

Trotz dieser positiven Prognose fuer Emerging Markets sind sie – laut einer Studie von Axa Investment Managers – der Mehrheit der Deutschen fast voellig unbekannt.

Laut der Studie wissen 77 Prozent der Deutschen nicht, dass Emerging Markets Schwellenländer sind. Und Circa 70 Prozent von ihnen wissen nicht, dass Emerging Markets in puncto Wirtschaftswachstum größeres Potenzial als gegenwärtige Industrienationen bieten können.

Jeder zweite Deutsche denkt, Emerging Markets seien reine Entwicklungsländer.

Diese Tatsachen haben Karin Kleinemas, die für Nordeuropa zuständige Marketing-Chefin bei AXA Investment Managers, nicht ueberrascht, “da lediglich ein Prozent der Bevölkerung in Emerging Markets investiert ist”.

Vincent Strauss, Comgest chief executive officer, sagte, die Ursachen des wirtschaftlichen Wachstums in den Emerging Markets haetten mit ihrem Bevölkerungswachstum und ihrer verbesserten Produktivität zu tun.

Er sagte, dass zu viele Emerging Markets von Exporten in die Industrieländer und von den Kapitalzuflüssen aus diesen Ländern immer noch zu stark abhaengen.

“Zudem kommen die Anleger in Emerging Markets vorrangig aus den Industrienationen und nicht aus den Emerging Markets selbst. Waren westliche Investoren Anfang 2011 noch optimistisch bezüglich der Aussichten für Anlagen in Emerging Markets, ist seit Sommer 2011 eine sinkende Risikobereitschaft zu verzeichnen.”

Im zweiten Halbjahr 2011 haben Investoren 48,2 Mrd. US-Dollar von Emerging Markets-Fonds abgezogen.

(Das war im Gegensatz zu 2010. In diesem Jahr gab es Zuflüssen in Höhe von 95,8 Mrd. US-Dollar in Offshore-Emerging Markets-Fonds.)

Strauss meinte, Gewinnerwartungen und Bewertungen in den Emerging Markets haetten jedoch wieder ein attraktives Niveau erreicht.

Comgest erwartet bei den Unternehmen aus Emerging Markets für 2012/2013 im Schnitt ein jährliches Wachstum des Gewinns pro Aktie in Höhe von 12 Prozent.

Comgest haelt die moegliche Aufwertung von Wechselkursen für Emerging Markets Währungen gegenüber den meisten Industrienationen-Währungen fuer eine attraktive Chance, mit Ausnahme von den osteuropaeischen Laendern.

Der Comgest Growth Europe erzielte latztes Jahr 2,2 Prozent Netto-Performance – im Gegensatz zu dem Referenzindex (MSCI Europe NR) mit einen Rückgang um 8,1 Prozent.

Comgest Growth Europe wurde 2012 in Deutschland von Feri EuroRating Services als bester europäischer Aktienfonds ausgezeichnet.

Arnaud Cosserat, Lead-Manager, ist vorsichtig optimistisch: „Wir haben grundsolide Unternehmen mit gesunden Bilanzen im Portfolio, die geografisch breit aufgestellt sind, deutliche Wettbewerbsvorteile haben und stabile fortlaufende Geschäfte vorweisen können.”

Es sagte, die Unternehmen in seinem Portfolio sollten dieses Jahr ihren Gewinn je Aktien um 10 Prozent steigern können.

Céline Piquemal, Lead-Managerin der Global Equity-Strategie, sagte: “Die Unternehmen in unseren globalen Portfolios sollten aufgrund ihrer soliden Geschäfte und vor dem Hintergrund ihrer Tätigkeit in Wachstumsmärkten in der Lage sein, Wachstum zu generieren.”

Piquemals Global-Portfolios bevorzugt Large Caps, derzeit vor allem aus der Informationstechnologie Branche (34 Prozent), Healthcare (14 Prozent), Basiskonsumgüter (10 Prozent) und Telekommunikation (7 Prozent).

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