Focus on frontier markets – Franklin Templetons Carlos von Hardenberg diskutiert die Vorteile von ‚Frontier Markets‘

Im Vergleich zu den Emerging Markets weisen Aktien der Frontier Markets drei wesentliche Unterschiede aus.

Zum einen sind sie derzeit noch attraktiver bewertet und bieten auch das höhere Wachstum. Zum anderen korrelieren sie aufgrund ihrer klaren Fokussierung auf die jeweiligen Heimatmärkte deutlich weniger mit den großen Leitindizes als Schwellenländeraktien.

Ein grosser Vorteil der Frontier Maerkte im allgemeinen ist, dass bisher nur sehr wenige Auslaender in diese Maerkte investieren. Sie werden als sehr viel riskanter eingestuft, was teils richtig ist, aber eben zu sehr niedrigen Bewertungen fuehrt – und hierbei wird selten zwischen hochqualitativen Firmen und den weniger gut gefuehrten unterschieden.

Aufgrund oft fehlender Kreditfinanzierung beschränkt sich das Risiko größtenteils auf das Geschäftsmodell bzw. das politische Risiko (vgl. YPF – Verstaatlichung des Tochterunternehmens des spanischen Energiekonzerns Repsol in Argentinien).

Aber gerade letzteres reduzierte sich in den letzten Jahren deutlich.

Anders als in den 70er Jahren ist die Bevölkerung aufgrund der heutigen technischen Entwicklungen (Internet, soziale Netzwerke, etc.) wesentlich besser informiert. Dies führt in den Ländern zu einem größeren Druck der Öffentlichkeit auf die jeweiligen Regierungsvertreter und Parlamente.

Das Resultat ist eine wesentlich höhere Transparenz und Rechtsstaatlichkeit. Wir vergleichen den heutigen Stand mit dem der asiatischen Volkswirtschaften in den 60er Jahren, wo es zu einer sehr starken wirtschaftlichen Entwicklung während der folgenden Dekaden kam. Ein tolles Beispiel ist hier z.B. Ghana – die ‘Schweiz Afrikas’.

Oft wird als drittes Risiko noch eine mangelnde Liquidität der Aktienmärkte genannt. Beim genaueren Hinschauen muss man dies jedoch relativieren. Die derzeit gut 6.500 börsennotierten Unternehmen weisen einen aktuellen Marktwert von 1,8 Billionen USD und ein tägliches Handelsvolumen von 1,9 Mrd. USD aus.

Verstärkt wird dieser Trend noch durch die vielen IPOs an den dortigen Börsen sowie einem neu aufkommenden Käufermarkt durch die Gründung von lokalen Pensions- und Versorgungskassen, die ihre Gelder verstärkt an den heimischen Märkten investieren werden.

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