Franklin Templetons Mark Mobius diskutiert die Aussichten fuer die europäischen Schwellenmärkte

Dr Mark Mobius von Franklin Templeton diskutiert die Prognosen fuer die europäischen Schwellenmärkte.

Wie sieht Ihre Prognose für die europäischen Schwellenmärkte aus?
Insgesamt glauben wir, dass die Schwellenländer in Europa günstigere Verschuldungsdaten aufweisen als ihre westlichen Nachbarstaaten. In keinem der fünf wichtigsten Länder der Region – Russland, Türkei, Polen, Ungarn und die Tschechi-sche Republik – liegt die Verschuldung über 75% des BIP. Die Verschuldung des privaten Sektors ist mit Krediten in Höhe von etwa 60% des BIP ebenfalls geringer als in den Industrieländern mit über 100%.

Polen, Ungarn und die Tschechische Republik verfügen über eine relativ gut ausgebaute Infrastruktur sowie über hervorragend ausgebildete Arbeitskräfte mit Fremdsprachenkenntnissen. Diese Merkmale machen die genannten Länder für ausländische Investoren auf der Suche nach neuen Produktionsstätten und Service Centers, die gemeinsam mit teureren Ländern betrieben werden, sehr attraktiv.

Die Türkei punktet mit ihren außerordentlich günstigen demografischen Daten. Die Bevölkerung wächst und ist jung (Medianwert). Mittlerweile beginnt die türkische Volkswirtschaft von Produkten mit geringem Mehrwert wie etwa der Textilindustrie auf höherwertige Produkte wie Autos umzustellen.

Bezogen auf die Bewertung erscheint uns Russland mit einem durchschnittlichen Kurs-Gewinn-Verhältnis von unter 5x als der attraktivste Markt. Das Land verfügt über die drittgrößten Devisenreserven der Welt, die Russland unserer Ansicht nach in die Lage versetzen sollten, jedwedem externen Schock standzuhalten.

Hinzu kommt, dass Russland einen großen Anteil der weltweiten natürlichen Ressourcen besitzt und dass viele der Rohstoffunternehmen des Landes auch global betrachtet besonders kostengünstig produzieren können.

 

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