BVIs Thomas Richter bespricht Dodd-Frank und Volcker Rule

BVIs Thomas Richter spricht heute mit Investment Europe zu den Themen Dodd Frank und Volcker Rule.

Diese Woche haben wir ueber viele regulatorische Themen mit Thomas Richter (siehe Bild), CEO des Bundesverbands Investment und Asset Management gesprochen.

Heute bespricht er die Gesetze Dodd-Frank Reform und Volcker Rule.

Das Hauptziel dieser amerikanischen Regelungen ist, die Risiken in Investment Banken strenger zu regulieren. Aber sie haben auch Auswirkungen auf die Fondsbranche in Deutschland.

(An English translation of the text is at the bottom of this article.)

Frage: Wie betrachten Sie der Volcker Regel und die Dodd-Frank Reform?
Antwort: Die Konsultationen der US-Behörden dauern noch an. Allein zur Volcker-Regel haben die Marktteilnehmer weltweit 16.000 Seiten mit Stellungnahmen abgegeben. Das ist ein eindeutiges Zeichen für Nachbesserungsbedarf. Die Volcker-Regel will den US-Geschäftsbanken das Investmentbanking verbieten. Den US-Banken soll es untersagt sein, in „Hedge Funds” oder „Private Equity Funds” zu investieren.
Da nach amerikanischer Lesart diese Begriffe alle Fonds umfassen, die keine „mutual funds” nach US-Recht sind, ist das Geschäft der europäischen Fondsverwalter betroffen. Diese werden außerdem direkt in die Volcker-Regel „hineingezogen”, wenn sie Teil eines Finanzkonzerns sind, der in den USA tätig ist. Dann dürften sie keine externen Manager für ihre Fonds bestellen. Der Name der Fondsgesellschaft dürfte nicht auf ihren Fonds erscheinen. Auch „seed money” für neue Fonds dürften Fondsanbieter und ihre Mütter kaum mehr bereitstellen.
Diese Eingriffe in das Geschäftsmodell der Fondsverwalter gehen zu weit. Doch damit nicht genug. Nach der Dodd Frank-Reform müssen sich deutsche Fondsgesellschaften bei der SEC registrieren lassen.
Auch hier folgt die US-Administration einem universellen Regulierungsansatz, der grundsätzlich alles und jeden unter die Zuständigkeit der US-Aufsicht fasst.

Question: What do you make of the Volcker Rule and the Dodd-Frank reforms?
Answer: The consultations of the US authorities are ongoing. With the Volcker Rule alone market participants globally have provided 16,000 pages with their views. That is an unambiguous sign that Nachbesserung is needed. The Volcker Rule aims to forbid US bank businesses from investment banking. It should be forbidden for US banks to invest in hedge funds or private equity funds.
But because the American reading of these terms encompasses all funds that are not ‘mutual funds’ under US law, the business of European fund managers is hit. They will, moreover, be pulled directly into the Volcker Rule if they are part of a financial conglomerate that is active in the US. Then they may not install an external manager for their funds. The name of the fund firm may not appear on their funds. Fund providers and their mother organisations will hardly be allowed to make available seed money for new funds.
These incursions into the business model of fund managers go too far. But apparently not far enough – for the Dodd Frank reform German fund firms must become registered with the SEC.
Here the US administration is pursuing a universal application of regulation, which fundamentally pulls everything and everyone under the Zustaendigkeit of US watchdogs.

 

ABOUT THE AUTHOR

Read more from

preloader
Close Window
View the Magazine





You need to fill all required fields!