BVIs Thomas Richter spricht mit Investment Europe zum Thema AIFM

Gestern haben wir die Perspektive von Thomas Richter, CEO vom Bundesverband Investment und Asset Management, zum Thema ‚offene Immobilienfonds‘ herasugegeben.

 

Heute spricht er mit Investment Europe zum Thema ‚Alternative Investment Fund Managers‘ Directive (AIFM).

Diese Regelung versucht, die Manager von europaeischen alternativen Investment Fonds – wie zum Beispiel Hedge Fonds und Private Equity Fonds – der Aufsichtsbehoerden in Brussel zu unterwerfen.

(A translation of the text is at the bottom of this article.)

Frage: Welche konkreten Auswirkungen hat die AIFM-Richtlinie auf die Geschäftspolitik der Anbieter?
Antwort: Die ESMA hat zur Diskussion gestellt, wie viele Tätigkeiten ein Asset Manager auslagern darf. Nach deren Ansicht dürfen zentrale Funktionen, wie zum Beispiel das Risikomanagement, nicht überwiegend ausgelagert werden. Diese pauschale Sichtweise blendet jedoch gängige Modelle in der Praxis aus. So würde ein Asset Manager, der zum Beispiel das Risikomanagement oder die Compliance aus seinem Konzern bezieht, möglicherweise zu viele Tätigkeiten auslagern. Auch wären Master-KAGs, die das Portfoliomanagement an Experten auslagern, bedroht. Dieses Geschäftsmodell lebt aber von der Auslagerung. Der Regulierer darf nicht zu schnell den groben Hobel ansetzen. Wir setzen uns dafür ein, dass das Portfolio- und Risikomanagement weitgehend zugleich ausgelagert werden dürfen. Die KAG muss allerdings genügend Substanz vorweisen, um die ausgelagerten Aufgaben wirksam zu kontrollieren.

Question: What concrete effects do the AIFM guidelines have on the business methods of fund providers?

Answer: ESMA has proposed for discussion the issue of how many activities an asset manager can delegate. According to ESMA’s view, central functions such as risk management should not be predominantly delegated. This sweeping view, however, hides common models in practice. An asset manager that for example refers risk management or compliance to beyond his organisation would potentially be delegating too many activities [under AIFM guidelines]. Master KAGs, which delegate the portfolio management to experts, would also be threatened – but this business model lives from delegation. The regulator should not take such a blanket approach. We advocate that portfolio- and risk management should be similarly open to delegation. The KAG must of course show enough substance to control the delegated tasks effectively.

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