Deutsche Bundesbürger wollen dem Staat kein Geld leihen

Fast zwei Drittel von deutschen Bundesbeurgern halten ihre Regierung nicht fuer kreditwuerdig, und wuerden dem deutschen Staat folglich kein Geld leihen.

Circa 20 Prozent glauben nicht, dass es den Euro in fuenf Jahren noch geben wird.

Dies ergab eine Umfrage von TNS Infratest und ING Investment Management.

Die Anleger bevorzugen (65 Prozent) Sparbuch, Banksparplan und Festgeld, gefolgt von Renten- und Kapitalversicherungen (44 Prozent).

Susanne Hellmann (siehe Bild), Deutschland-Chefin von ING Investment Management, sagte: “All diese klassischen sicherheitsorientierten Lieblings-Anlagformen sind in der Regel an den Euro gebunden.

“Es wundert doch, dass die Deutschen dem Staat als Geldgeber sowie dem Euro misstrauen und dennoch einen Grossteil ihres Ersparten in klassische Bankprodukte investieren, die stark vom Gedeih und Verderb der Gemeinschaftswaehrung abhaengen.”

Investoren sollen immer ueber unterschiedliche Anlageklassen – w.z.B. Aktien, Anleihen und Rohstoffe – streuen, sowie ueber Regionen und Waehrungen, so Hellmann.

“Gerade vor dem Hintergrund der Eurokrise waere es sinnvoll, auch in einen anderen Waehrungsraum zu investieren und von dem dortigen Wachstumsstorys zu profitieren.”

ING sieht in den Schwellenlaendern – besonders im Anleihebereich – langfristig sehr gute Investmentchancen.

Während die meisten der festverzinslichen Emerging Market Debt Papiere in den 1990er-Jahren noch in ‘harten’ Währungen wie US-Dollar emittiert wurden werden heute Emerging Market Debts bevorzugt in den jeweiligen Landeswährungen ausgegeben.

“Für Anleger aus dem Euroraum bietet diese Entwicklung neue Chancen: Sie können nicht nur von attraktiven Zinszahlungen, sondern auch von Währungsaufwertungen profitieren”, sagte Hellmann.

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