Hendersons Tim Stevenson fragt: ist Europa ein Fass ohne Boden?

Was als nächstes in Europa passieren wird, kann derzeit niemand mit Sicherheit sagen.

Sicher ist nur, dass eine Lösung der aktuellen Vertrauenskrise in der Eurozone dringender benötigt wird denn je. Mit ihrer Vereinbarung, alle Euro-Länder zu einer Politik der Haushaltskonsolidierung zu zwingen, die in dem im letzten Dezember verab-schiedeten Fiskalpakt gipfelte, haben sich die Staats- und Regierungschefs der Eurozone in eine verzwickte Lage gebracht, die nun einen kritischen Wendepunkt erreicht hat.

Trotz eines Schuldenschnitts für Griechenland, mit dem dessen Verbindlichkeiten auf ein Drittel ihres Nennwerts abgeschrieben wurden, und zahlreicher Hilfsprogramme ist die Wirtschaftsleistung der Hellenen in den letzten fünf Jahren um rund 20 Prozent gesunken, während die deutsche Wirtschaft weiter brummt.

Merkel und Cameron sind sich einig, dass es ohne Haushaltsdisziplin nicht geht.

Der neu gewählte französische Präsident Hollande hingegen drängt mit deutlicher Unterstützung Obamas beim letzten G8-Treffen auf mehr Wachstumsförderung.

Beide Seiten haben gute Argumente, denn durch höhere Ausgaben die Verschuldung senken, wird kaum funktionieren. Um es mit Margret Thatchers Worten zu sagen: “Das Problem mit dem Sozialismus besteht darin, dass dir irgendwann das Geld der anderen Leute ausgeht.”

Wobei man im aktuellen Fall Sozialismus durch Kreditaufnahme ersetzen müsste. Aber wo soll andererseits das viel beschworene ‘magische’ Wachstum herkommen, wenn die Regierungen auf riesigen Schuldenbergen sitzen? Mit einem radikalen Sparkurs jedenfalls hat noch niemand den Weg aus einer Rezession gefunden.

 

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