Legg Mason denkt langfristig

Klaus Dahmann, der bei Legg Mason als Niederlassungsleiter für den Vertrieb in Deutschland und Österreich verantwortlich ist, im Gespräch mit InvestmentEurope.

Könnten Sie Legg Mason für uns kurz beschreiben?

Legg Mason ist ein internationaler Vermögensverwalter, der unabhängig ist und sich komplett auf das Asset Management konzentriert. Die Wurzeln von Legg Mason liegen in den USA. Dort entstand das Unternehmen vor über 100 Jahren.

In 1960, haben wir begonnen, uns verstärkt auf das Asset Management zu fokussieren. Seit wir 2005 die Vermögensverwaltungssparte von der Citibank übernahmen und unser Brokeragegeschäft verkauft haben, kann man uns als reinen Asset Manager bezeichnen. Weltweit befinden wir uns, gemessen an den verwalteten Kundengeldern, auf dem 15. Platz, wobei der Anteil institutionellen Geschäfts global überwiegt.

Wir bei Legg Mason denken so wie unsere Anleger auch – langfristig und nachhaltig. Über die vergangenen Jahre hat Legg Mason 10 unabhängig voneinander arbeitende Investment-Gesellschaften unter einem Dach vereint, die alle zu 100 Prozent Legg Mason gehören.

Die Philosophie von Legg Mason war immer, die in ihrer Disziplin besten Asset Manager der Welt aufzunehmen und dabei den ursprünglichen Investmentprozess der jeweiligen Gesellschaften zu erhalten.

Dies ist ein wichtiger Grund dafür, dass unsere Portfoliomanager sich mit ihrere Arbeit indentifizieren, langfristig dabei bleiben und nachhaltige Track Records auf Basis unveränderter Investmentprozesse erzielen– und das wiederum schätzen unsere Kunden sehr.

 

Sie sagen, die Portfolio Manager können sich mit ihrer Arbeit identifizieren. Woran merkt man das?

Wenn Sie als großes Unternehmen ein kleineres kaufen, dann ist das Risiko oft groß, dass führende Investmentspezialisten das Haus verlassen, weil sie fürchten, sich den neuen Gegebenheiten anpassen zu müssen.

Zum Teil haben sie vor der Übernahme eine ganz bestimmte Investmentphilosophie entwickelt und aufgebaut und sind dann darüber besorgt, dass diese nach einer Eingliederung in ein größeres Unternehmen beeinflusst oder verwässert werden könnten. So etwas wollen wir vermeiden. Wir haben uns also bei Zukäufen bewusst anders verhalten und die Unternehmen im Weitesten so belassen, wie sie waren.

Eine Folge dieses Geschäftsmodells ist zwar, dass bei uns keine einheitliche Hausmeinung zu den Märkten herrscht. Das sehen wir eher als Vorteil an, der die Realität widerspiegelt. Uns zeichnet aus, dass jede Tochtergesellschaft Spezialist in einer bestimmten Assetklasse ist und eine eigene Investmentphilosophie verfolgt.

Western Asset Management ist zum Beispiel unsere größte Tochtergesellschaft und ein reines Fixed Income-Haus. Brandywine Global ist im Wesentlichen auch ein Fixed Income Manager mit einem sehr starken ‘Value-Ansatz‘. Royce & Associates ist einer der führenden Small Cap-Spezialisten.Unsere Kunden wissen sehr genau, was hinter der jeweiligen Tochtergesellschaft steckt.

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