Union Investment diskutiert die Vorteile von Garantiefonds

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Peter Klingseisen, Gruppenleiter im Produktmanagement von Union Investment, im Gespraech mit David Walker.

Sie haben im vergangenen Jahr bei den Garantiefonds von Union Investment gute Zuflüsse verzeichnet. Waren diese so stark wie erwartet?

Die Absätze im vergangenen Jahr lagen in der Größenordnung, die wir erwartet hatten. Wir haben seit Jahren in diesem Bereich recht regelmäßige Zuflüsse, die von 2001 bis 2006 kontinuierlich angestiegen sind.

Seit 2007 haben wir hier alljährlich Zuflüsse zwischen €1.5m und €2.5m verzeichnet. Union Investment legt seit 2001 Garantiefonds auf, sogenannte statische Konzepte mit fester Laufzeit. Bei diesen können die Fondsanteile innerhalb einer festen Frist gezeichnet werden.

Besteht die Gefahr, dass es bei diesen Fonds zu viel Wachstum gibt?

Im Bereich der wertgesicherten Fonds insgesamt– egal ob dynamisch oder statisch – sind wir als Union Investment schon lang aktiv. Insofern kommt das Wachstum nicht überraschend und bereitet uns keine Schwierigkeiten.

Dadurch, dass jedes Jahr von uns aufgelegte Garantiefonds fällig werden, wird die Wachstumsentwicklung natürlich ein wenig beeinflusst. Das Gesamtvolumen wächst zwar nach wie vor, aber es ist nicht mehr das Tempo, das wir noch am Anfang hingelegt haben. Erfahrungsgemäß gehen zwischen 40 und 50 Prozent der angelegten Gelder in neue Garantiefonds. Die typische Laufzeit dieser Fonds liegt zwischen funf und sieben jahren.

Das Immuno-Konzept wurde ursprünglich für institutionelle Anleger entwickelt. Musste es für den Privatkundeneinsatz verändert werden?

Es ist richtig, dass dasImmuno-Konzept für institutionelle Anleger entwickelt wurde, um ihnen aktiv gemanagte Anlagen mit definierten Risikoparametern anzubieten, die auf die Risikotragfähigkeit der Anleger ausgerichtet sind.

Diese Kunden wissen genau, was sie tun und nehmen auch Einfluss auf die individuelle Ausgestaltung des jeweiligen Fondskonzepts. Dagegen können einzelne Retail-Kunden natürlich keinen Einfluss auf das Konzept eines Fonds nehmen. Wir überlegen uns aber vor dem Hintergrund unserer langjährigen Erfahrung, welche Absicherungskonzeptefür Privatkunden interessant sein könnten und entwickeln dann auf dieser Grundlage konkrete Produkte. Wir haben zur Zeit verschiedene Konzepte im Markt – z.B. die UniGarantTop: Europa-Fonds.

Das sind Garantiefonds mit 5-jähriger Garantieperiode und Höchstwertgarantie, bei der zu monatlichen ­Stichtagen neue Höchststände abgesichert werden..
Unsere UniProtect: Europa-Fonds auf Immuno-Basis haben dagegen eine einjährige Garantieperiode, die in jedem Geschäftsjahr erneuert wird. Sie sichern nicht komplett ab, sondern geben eine 95-prozentige Anteilswertgarantie zum jeweiligen Geschäftsjahresende des Fonds.

Worin unterscheiden sich die statischen von den Immuno-Garantiefonds?

Immuno-Garantiefonds sind aktiv gemanagte Fonds, bei denender Portfoliomanager für die Portfolioausrichtung und -steuerung im Rahmen des jeweiligen Absicherungskonzepts dynamisch die Marktlage berücksichtigt – und diese verändert sich natürlich in der Regel während einer Garantieperiode.

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