Vontobel’s Christophe Bernard fragt, ob europaeische Politiker ein ‘New Deal’ geschaffen haben

In wirtschaftlich schwierigen Zeiten bedarf es manchmal eines ‘Neustarts’, um noch Schlimmeres abzuwenden.

Vor etwa 80 Jahren half der ‘New Deal’ der US-Wirtschaft wieder auf die Beine. Heute braucht Europa ähnliche Maßnahmen, nachdem die Bemühungen der europäischen Politiker bisher nicht fruchten.

“Gemäß der Verfügung des Präsidenten vom 5. April 1933 sind alle  Personen verpflichtet, sämtliche Goldmünzen, -barren und -zertifikate, die  sich derzeit in ihrem Besitz befinden, spätestens bis zum 1. Mai 1933 bei  einer Federal Reserve Bank abzugeben … Wer vorsätzlich gegen diese Verfügung verstößt, wird mit einer Geldstrafe von bis zu 10.000 US-Dollar und/oder einer Gefängnisstrafe von bis zu 10 Jahren bestraft.”

Diese  präsidiale Verfügung, die den privaten Besitz von Gold verbot, war  eine von mehreren drastischen Maßnahmen zur Vermeidung eines  wirtschaftlichen Chaos.

Sie wurde von dem neu gewählten US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt  erlassen.

Dies, nachdem sich die Vorgängerregierung als unfähig erwiesen hatte, die Folgen des Börsencrashs des Jahres 1929, der darauf folgenden Bankeninsolvenzen sowie der Weltwirtschaftskrise zu bewältigen.

Die  Maßnahmen von Präsident Roosevelt für ein ‘Zurücksetzen’ des Bankensystems, eine Unterstützung der Wirtschaft über ambitionierte Infrastrukturausgaben und eine Überholung des amerikanischen  Wirtschafts- und Sozialmodells wurden unter dem Namen ‘New Deal’ bekannt.

Vier Jahre nach der Lehman-Krise sind nur wenige Probleme gelöst.

 

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